Akute Belastungsstörungen können zu Beginn einer Krebserkrankung auftretenAkute Belastungsstörungen treten oft in der frühen Erkrankungsphase auf.
Gefühle wie Furcht, Ärger, Wut, Ohnmacht, Verzweiflung oder wie betäubt sein bei Konfrontation mit dem Auslöser, Hilflosigkeit sowie ständiges Wiedererleben des Ereignisses und Vermeidungsverhalten stehen dabei im Vordergrund.

Wenn diese Reaktionen innerhalb von 4 Wochen des auslösenden Ereignisses auftreten und mindestens 2 Tage bis maximal 4 Wochen anhalten, spricht man von einer akuten Belastungsreaktion.

Wie hilft Ihnen psychoonkologische Beratung bei Entscheidungen bzw. bei der Krankheitsbewältigung?

Ihre Psychoonkologin wird gemeinsam mit Ihnen Lösungsansätze für Ihre individuellen Fragen- bzw. Problemstellungen suchen. Dazu werden Ihre persönlichen Ressourcen genutzt. In Ihrem Umfeld sind persönlichen und sozialen Ressourcen vorhanden, die oft erst im Gespräch erkannt werden. Danach werden Ihre bestehenden Sorgen und Ängste besprochen. Häufig ist es dabei auch hilfreich, eventuell vorhandene Informationsdefizite zu beheben. 

Was Sie selbst bei einer Belastungsstörung  tun können?

Viele Patienten wünschen sich, aktiv zu ihrem persönlichen Wohlbefinden beizutragen und damit Ihre Autonomie zurückzugewinnen bzw. zu stärken. Für betroffene Menschen kann das Gefühl, selbst der Hauptakteur im eigenen Leben zu sein, sehr bedeutsam und wichtig. In diesem Zusammenhang zusätzlich Unterstützung, Informationen oder Anleitungen zu holen, kann dabei ganz besonders helfen.

So werden z.B. häufig Fragen zu „alternativen“ oder ergänzenden Therapieangeboten gestellt. Gemeinsam können wir Nutzen aber auch eventuelle Risiken besprechen und abwägen. Als Psychoonkologin und Fachärztin kann ich Sie dabei unterstützen, die für Sie optimalen Maßnahmen zu finden. 

Sind Selbsthilfegruppen sinnvoll?

Viele Patienten mit einer Belastungsstörung empfinden Selbsthilfegruppen als begleitende Gesprächsmöglichkeit als hilfreich. Hier können Erfahrungen mit selbst Betroffenen ausgetauscht werden. Es kann durchaus förderlich sein, zu erfahren, wie andere mit ihrer Erkrankung umgehen und den Alltag bewältigen. Insbesondere spielen mögliche praktische Tipps und die emotionale Nähe von Betroffenen eine wichtige Rolle.

Ob eine Selbsthilfegruppe für Sie in Frage kommt, können nur Sie selbst entscheiden.

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