Probleme bei der Verarbeitung der Erkrankung werden Anpassungsstörung genannt

Bei einer Anpassungsstörung besteht eine Störung in der Verarbeitung der Krankheitssituation. Der Betroffene fühlt sich von der Krebserkrankung und der veränderten sozialen Situation häufig belastet und subjektiv überfordert. Meist ist das gekoppelt mit einer anhaltend traurigen Stimmungslage, Ängsten und Sorgen. Auch ein sozialer Rückzug ist in dieser Situation nicht ungewöhnlich.

Im Allgemeinen tritt eine Anpassungsstörung innerhalb eines Monats nach dem belastenden Ereignis auf und hält max. 6 Monate an. Im Gespräch mit der Psychoonkologin finden Sie Antworten auf verschiedenste Fragen wie:

Wie kann ich mit meiner Hilflosigkeit und meinen Sorgen umgehen?

Bei jedem Betroffenen gestaltet sich das Erleben der Krebserkrankung anders und jeder geht mit den Anforderungen unterschiedlich um. Der Weg der Krankheitsverarbeitung ist häufig nicht immer geradlinig. Für den Betroffenen ist es im Rahmen der Krebsdiagnose mit all ihren Auswirkungen wichtig, sich stabile Verhältnisse für eine bessere Lebensqualität zu schaffen. So individuell wie jeder Mensch ist, so individuell kann der Weg der Krankheitsverarbeitung sein. Entscheidend ist es, die eigenen Bedürfnisse wahr zu nehmen. Die Familie und gegebenenfalls Fachleute können Sie auf diesem Weg unterstützen. Insbesondere wenn Gefühle der Bedrängnis und Hilflosigkeit ihren Alltag und das Familienleben beeinträchtigen, sollten Sie sich Hilfe von außen durch entsprechende Fachleute holen. 

Schlafstörungen! Was kann ich tun?

Bei vielen Krebspatienten treten Schlafstörungen u.a. durch Belastung, Stress, Therapien und ihren Nebenwirkungen oder aber durch die Erkrankung selbst auf. Wichtig ist hierbei die Ursache zu finden, um ev. zielgerichtet entsprechende Behandlungen einzuleiten bzw. zu empfehlen. So kann z.B. für Stressabbau das Erlernen von Entspannungsverfahren sehr hilfreich sein.

Je nach Ursache können auch Maßnahmen aus der Naturheilkunde unterstützend wirken, wobei unbedingt auf eventuelle Risiken in Bezug auf die Erkrankung selbst oder aber auf laufende Therapien geachtet werden sollte. Gerne berät Ihre Psychoonkologin Sie dazu. Auf Grund Ihrer Fach- und Zusatzausbildungen, überblickt sie die Vor- und Nachteile sowie die die gegenseitigen Wirkungen verschiedenster Therapien und Methoden.

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