Krebserkrankungen und posttraumatische Belastungsstörungen (PTSB)Posttraumatische Belastungsstörungen (PTSB) können auch im Rahmen einer Krebserkrankung auftreten. Kennzeichnend sind sogenannte Flashbacks (unwillkürliches wiederholtes Erleben der traumaassozierten Situation), Albträume und daraus resultierendem Vermeidungsverhalten. Weitere mögliche Merkmale sind u.a. eine erhöhte Reizbarkeit, Ängste, Gleichgültigkeit, Schlafstörungen oder eine erhöhte Schreckhaftigkeit.Die posttraumatische Belastungsstörung kann kurz nach dem Trauma, aber auch noch nach vielen Jahren auftreten.

Kommen posttraumatische Belastungsstörungen bei Krebserkrankungen häufig vor?

Bei Krebspatienten werden in der Literatur (Mehnert, 2005) Werte zwischen 0% und 32% Betroffene angegeben. Bei Vorliegen einer ausgeprägten posttraumatischen Belastungsstörung sollte eine psychoonkologische Therapie durch Psychologen oder Psychiater in Anspruch genommen werden.

Ist Verdrängung sinnvoll?

Wie oben schon beschrieben, können die Wege der Krankheitsverarbeitung für jeden sehr verschieden sein. Für manchen ist vielleicht der Weg der „Ablenkung“ für den Moment der richtige Weg. D.h. nicht, dass die Erkrankung bzw. die Erkrankungssituation in diesem Fall völlig negiert wird. Für den Betroffenen ist es jedoch mit dieser Strategie möglich, der Bedrohung Stand zu halten und durchaus Freude am Leben zu haben. Wichtig ist zu berücksichtigen, ob es dem Betroffenen mit dieser Strategie gut geht.

Bezüglich der Krankheitsverarbeitung kann der Mensch nicht losgelöst von seiner Lebensgeschichte betrachtet werden, d.h. auch das Lebensalter kann hinsichtlich der vorhandenen Bewältigungsstrategien in Bezug auf die Erkrankung eine Rolle spielen.